Risikoausgleich
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Der Risikoausgleich ist die Drehscheibe für Fairness und Gleichbehandlung im Gesundheitswesen. Ein 100% Risikoausgleich ist ein Garant für Fairness & Equity. Damit ist gesichert, dass die anfallenden Kosten, die für die Behandlung notwendig sind, tatsächlich auch entgolten werden.  

Ob ein Risikoausgleich genügt, ist mit Regressionsgleichungen statistisch einfach zu erfassen. Die wichtigsten Bereiche mit ungenügendem Risikoausgleich sind

a) ambulante Medizin: 12%

b) Krankenkassen: 12%

c) Fallpauschalen: 48%

- Ambulante Medizin: 12%

In der ambulanten Medizin sind die entstehenden Kosten für den Hausarzt unter Verwendung der Santésuisse Methode zu 12% abgebildet. Der Rest des Kostenrisikos liegt beim Arzt. Wird er als zu teuer eingestuft, muss er bis zu einer Million Franken an die Krankenkassen zurückbezahlen.

Fazit: in der ambulanten Grundversorgung existiert ein Globalbudget und die Freiheit Ihres Arztes, eine gute Medizin für Sie zu wählen ist bei 70% der Aerzte eingeschränkt.

- Krankenkassen: 12%

Die Krankenkassen haben ebenfalls einen schlechten Risikoausgleich, deswegen die alljährliche und unwürdige Jagd nach billigen Risiken und das Abwimmeln von teuren Patienten. Dies entspricht nicht dem Geist der Gründer von Krankenkassen und ist zudem gesetzeswidrig. Bundesbern drückt dabei die Augen fest zu. Sanktionen drohen damit keine.

Fazit: der ungenügende Risikoausgleich bei den Krankenkassen ist teuer und nur durch einen fairen Risikoausgleich oder eine Einheitskasse zu korrigieren. Der vom Parlament bewilligte Risikoausgleich ab 2012 (Einschluss der Variable Hospitalisation im Vorjahr) ist reine Vernebelungstaktik.

- Fallpauschalen: 48%

Die Einführung der Fallpauschalen per 2012 ist ebenfalls mit einem unfairen Risikoausgleich behaftet. Gemäss SwissDRG beträgt die Abbildung der zu erwartenden Kosten mit den Fallpauschalen in der Schweiz gerade mal 48%. Der Rest des Kostenrisikos tragen dann die Spitäler. Wehe dem, der als teurer Patient in einem Spital liegen wird, welches mit den ruinösen Fallpauschalen in die Enge getrieben wird. Aber zunächst werden ja mal die Personalkosten gedrückt oder Personal entlassen.

Fazit: der ungenügende Risikoausgleich durch die Fallpauschalen wird öffentliche Spitäler in den Ruin treiben. Es wird eine Privatisierungswelle einsetzen. Die Patientensicherheit wird abnehmen. Die Kosten werden zunehmen. Die Dreiklassenmedizin wird eingeführt. Das Gesundheitswesen wird mehrheitlich im Besitz privater Spitalketten und monistisch finanzierender Krankenkassen landen.

Zusammenfassung

Die Parlamentsbeschlüsse der letzten Jahre zielen darauf ab, den Risikoausgleich weiterhin ungenügend und damit unfair zu halten. Die Krankenkassen- und Spitallobby agiert dabei im Parlament äusserst geschickt und klandestin.

Damit wird eine zunehmende Entsolidarisierung der Leistungen bei Krankheit gewollt und eine Dreiklassenmedizin realisiert, ohne dass die Bevölkerung etwas ahnt. Die Verschleierungstaktik muss dabei als äusserst erfolgreich bezeichnet werden.


 

Beispiel O-Ton aus der Tagespresse ? 

DreiklasseMedizin

 


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